26. August 2026
360-Grad-Videos im Urlaub

Urlaubs-Videos sind schön. Noch schöner und interessanter werden sie durch den Einsatz von 360-Grad-Kameras. Tipps, Tricks und Erfahrungen dazu präsentierte Michael Brückmann in seinem Vortrag.
Faszination 360-Grad-Videos: Vom Urlaubsabenteuer zum eigenen Film
Wie lassen sich Urlaubserlebnisse dynamisch, beeindruckend und aus völlig neuen Perspektiven festhalten? Dieser Frage ging der Verein „Lust auf Internet e.V.“ bei seinem Vortragsabend am Mittwochabend in Laichingen nach. Referent Michael Brückmann nahm die Anwesenden im Vereinsheim mit auf eine faszinierende Reise – nicht nur technisch, sondern auch geografisch: Anhand einer spektakulären Motorradreise durch Kanada veranschaulichte er praxisnah den Einsatz modernster 360-Grad-Kameras.
Keinen Moment mehr verpassen
Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Grundlagen und besonderen Vorteile der Technik. Anders als herkömmliche Kameras erfassen 360-Grad-Modelle zeitgleich das gesamte Umfeld. „Man verpasst keinen Moment mehr und muss sich während der Aufnahme nicht mehr Gedanken machen, wohin die Kamera zeigt“, erläuterte Brückmann. Der gewünschte Blickwinkel (Reframing) sowie Schwenks oder Zooms werden erst im Nachhinein am PC oder Smartphone festgelegt. Sogenannte „Selfie-Sticks“ die meist beim Filmen zum Einsatz kommen, werden von der Software automatisch herausgefiltert, wodurch verblüffende Perspektiven entstehen, die an Drohnenaufnahmen erinnern.
Wertvolle Praxistipps von der Montage bis zum Schnitt
Neben den Vor- und Nachteilen – wie der längeren Nachbearbeitung oder veränderten Auflösungen beim Zuschneiden – lag der Schwerpunkt auf praktischen Erfahrungen. Für Motorrad- oder Fahrradtouren empfahl der Referent stabile Montagepunkte wie Lenker oder Sturzbügel und betonte die Wichtigkeit sicherer Befestigungen ohne reine Kunststoffteile.
Auch zum Workflow gab Brückmann konkrete Tipps: Kürzer ist oft besser – Aufnahmesequenzen von 20 bis 90 Sekunden reichen völlig aus. Zur Weiterverarbeitung zeigte er den Weg von den Rohdaten über Hersteller-Software (wie Insta360 Studio) bis hin zum finalen Schnitt mit Musik und Vertonung in Programmen wie iMovie oder DaVinci. Ob für den WhatsApp-Status im Hochformat, Social-Media-Panoramabilder oder den TV-Abend in 16:9 – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
Der informative Abend bot sowohl Einsteigern als auch ambitionierten Hobbyfilmern wertvolle Impulse für eigene Videoprojekte.
Die Präsentation mit vielen Tipps und Links kann hier heruntergeladen werden.
